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Japanischer Whisky - Suntory, Hibiki, Fuji

 In Schottland oder Irland hergestellter Whisky sowie in den Vereinigten Staaten gemachter Bourbon-Whisky sind global äußerst angesehen und berühmt. Jede*r von uns kennt sicherlich ein paar namhafte Marken der herstellenden Firmen. 

Doch in letzter Zeit hat auch japanischer Whisky die Aufmerksamkeit der Welt auf sich gezogen.

Nicht nur der Geschmack unterscheidet sich je nach Sorte wie etwa Single Malt, Blended und Grain, sondern es kann auch äußerst interessant sein, die Individualität jeder einzelnen Marke kennenzulernen und schließlich zu genießen. 

In unserem Bericht geht es um Whiskeys, die in Japan produziert werden und wir stellen Ihnen ein paar dieser vor. Doch zuerst gehen wir ein paar spannenden Fragen sowie Fakten auf den Grund:

 

Was genau ist eigentlich japanischer Whiskey

Japanischer Whiskey bezieht sich auf in Japan hergestellten Whiskey und gehört neben Schottland, Irland, den Vereinigten Staaten und Kanada zu den fünf besten Whiskeys der Welt. 

Als Vorbild für den japanischen Whiskey diente der schottische Scotch Whisky. 

Es gibt eine große Auswahl an japanischen Marken, angefangen von Whiskey mit unterdrücktem Rauchgeschmack bis hin zu zart duftenden Sorten. Wir können also genau das finden, was unserem individuellen Geschmack entspricht und wir werden so noch echte Fans des bemerkenswerten Getränks. 

 

Die Herkunft des japanischen Whiskeys

Die Entstehung des japanischen Whiskeys ist fast schon ein bisschen geheimnisvoll, da vor der berühmten Gründung der Yamazaki-Destillerie von Suntory (jap. サントリーホールディングス株式会社) im frühen 20. Jahrhundert nur sehr wenig über die Whiskey-Herstellung aufgezeichnet wurde.  

 

Was allerdings bekannt ist, ist das einige Shōchū- und Sake-Brauereien bereits in den 1850er Jahren sich dabei ausprobierten, nebenbei auch noch japanischen Whiskey zu produzieren. 

Das Getränk nahm in Japan 1923 eine historische Wendung, als Suntory die erste offizielle Whiskey-Brennerei des Landes gründete.  Zuerst als 'billige Kopie schottischen Whiskeys' verschrien, hat der Whiskey aus Japan mittlerweile weltweite Anerkennung erlangt und unzählige, internationale Auszeichnungen erhalten. Unter anderen auch als „Bester Whiskey der Welt“ von der „Whisky-Bibel“, und ist nun bei Whiskey-Liebhaber*innen auf der ganzen Welt sehr gefragt und beliebt. 

 

Sorten von Japanischen Whiskey

Wie auch bei Whiskeys aus Schottland, Irland, Kanada oder den USA, gibt es auch in Japan die verschiedensten Sorten des Getränks.

 

Single Malt Whiskey

Dieser bezieht sich auf Gerstenmalz, den Rohstoff des Getränks, und zeichnet sich dadurch aus, dass er nur in einer einzigen Destillerie hergestellt wird.

Dadurch kann es auch sehr interessant sein, den jeweiligen, unverwechselbaren Geschmack und Charakter jeder Destillerie kennenzulernen und zu genießen. Wir können uns quasi durch die Destillerien testen und so die besonderen Geschmäcker dieser wahrnehmen. 

Der Single Malt Whiskey von Yamazaki befand sich 12 Jahre im Fass und wurde mit sorgfältig ausgewähltem Malz hergestellt. Der etwas kostspieligere Whiskey ist einer der berühmtesten des Landes und sein Geschmack wird weltweit hoch geschätzt und eignet sich hervorragend für den puren Genusses des Getränks.. 

 

Blended Whiskey 

Im Vergleich zum Single Malt Whiskey ist der Blended ein sogenannter Verschnitt. Das bedeutet, bei ihm werden verschiedene Whiskeys miteinander vermischt. Meist werden dafür Grain Whiskey, mit dem Hauptbestandteil Getreide, und Malt Whiskey, mit dem Hauptbestandteil Gerstenmalz, verwendet. Je höher also der Malt-Anteil, desto höher ist auch die Qualität des Whiskeys.

Da der Blended Whiskey meist deutlich billiger ist, kann man ihn eher zum Mischen von Cocktails verwenden. Der Blended Whiskey ist somit also eher eine Massenspirituouse, während der Single Malt das bevorzugte Getränk von Whiskey-Feinschmecker*innen und Kenner*innen ist. 

Hibiki: Inspiriert von den japanischen Jahreszeiten macht dieser Blended Whisky von Suntory seinem Namen alle Ehre und präsentiert sich ausgewogen und vollendet. Der 43 prozentige Whiskey kommt in edler Verpackung und ist ein perfektes Geschenk für Liebhaber*innen des Blended Whiskeys. 



Grain-Whiskey

ist eine Sorte, dessen Hauptbestandteil Getreide ist.  Aufgrund seines geringen Geschmacks und Aromas wird er häufiger als Basis für Blended Whiskey verwendet, aber auch als Single Grain Whiskey verkauft.

Wenn Sie also nach einer Marke suchen, die klar und erfrischend ist, schauen Sie sich bitte den Grain Whiskey etwas genauer an.

Der preiswertere Single Grain Whiskey Fuji von Kirin, zeichnet sich durch eine sanfte Süße sowie Würze aus und besitzt einen holzigen Abgang. 



Welcher japanische Whiskey passt zu mir und wie finde ich den passenden für mich? 

Nun, da wir einiges über Whiskeys erfahren haben, müssen wir uns für einen entscheiden und das kann für manche von uns ein sehr schweres Unterfangen sein. Wir haben ein paar Tipps für Sie zusammengestellt, um die Entscheidung zu erleichtern. 

Wählen Sie einfach nach den folgenden Kriterien aus und kosten Sie sich durch:

Der Preis 

Es gibt Unmengen an japanischen Whiskey und da fällt es Einsteiger*innen oft schwer, den passenden zu finden. 

Sollten Sie also noch nicht so vertraut mit dem Whiskey sein, empfehlen wir, ein bisschen auf die Preisspanne zu achten. Diese variiert nämlich drastisch und sollte Ihnen das gekaufte Exemplar nicht schmecken, wäre es schade, wenn Sie zu viel Geld dafür ausgegeben haben. 

Besonders interessant: Einer der ältesten und teuersten Whiskeys kommt auch aus Japan und ein streng limitiertes Getränk. Von den über ein halbes Jahrhundert alten Whiskeys wurden in Japan selbst nur etwa 100 Stück verkauft und mit 60.000 US Dollar sicher kein Getränk, das man sich einfach so leisten kann. 

Wie wollen Sie Ihren Whiskey trinken? 

Wählen Sie Ihren Whiskey nach Ihrer bevorzugten Art, ihn zu trinken. Wenn Sie lieber Cocktails mit dem feinen Getränk mischen wollen, sollten Sie vielleicht eher zu Blended Whiskey greifen. Wenn Sie jedoch lieber den puren Geschmack des Whiskeys erleben wollen, sind Sie bei einem Single Malt mit starkem Aroma genau richtig. Und so kommen wir auch schon zu dem nächsten Punkt. 

Aroma- und Geschmackseigenschaften 

Wenn Sie schon einmal einen Whiskey intensiv gerochen haben, wissen Sie wovon wir sprechen. Es gibt Gerüche, die uns einfach ansprechen und andere wieder nicht. Folgen Sie also einfach Ihrer Nase, wenn Sie nach Aroma wählen. Auch geben Eigenschaften des Geschmacks Auskunft darüber, ob uns ein Whiskey anspricht oder doch eher nicht so. 

Gerade für Anfänger*innen kann ein zu starker Geruch nach Torf vielleicht ein bisschen zu viel sein. Lassen Sie sich also bei der Wahl des passenden Whiskeys ein bisschen von Ihrem Gefühl und Ihrer Nase leiten. 

Wählen Sie nach Destillerie 

Beim Single Malt Whiskey verleiht die Destillerie dem Geschmack einen unverwechselbaren Charakter.  

Zum Beispiel zeichnet sich die „Yamazaki Destillerie“ von Suntory durch die Verwendung von traditionellem Malz aus, das zur Herstellung eines herrlich duftenden Whiskeys verwendet wird.

Auch Blended Whiskey und Grain Whiskey haben je nach Hersteller und Marke unterschiedliche Geschmacksrichtungen. Das Mundgefühl variiert somit stark je nach verkosteter Sorte. 



Wie kann ich denn nun den ausgewählten japanischen Whiskey trinken? 

Auch bei japanischen Whiskey können Sie sich Ihre bevorzugte Art diesen zu genießen, frei wählen. Jedoch gibt es bevorzugte Wege, wie Whiskey in Japan getrunken wird. 

Pur: Besonderes Merkmal hier ist, dass Sie den Geschmack und das Aroma des Whiskeys so genießen können, wie er ist. Pur und unverfälscht. Da Whiskey eine starke Spirituose ist, empfiehlt es sich, diesen stets langsam und bewusst zu trinken! Es ist auch empfohlen, den Whiskey bei Raumtemperatur zu genießen. Bei zirka 18 - 22 Grad können sich Geschmack und Aroma voll entfalten.

On the Rocks: Schütten Sie hierzu den Whiskey in ein Glas mit Eiswürfel. Das Eis kühlt das Getränk und verleiht ihm eine knackige Textur. Da die Eiswürfel mit der Zeit schmelzen, ist der Whiskey somit auch leichter zu trinken als pur.

Mizuwari (jap. 水割り): Ähnlich wie beim japanischen Shōchū, wird Whisky in Japan gerne als Mischung mit Wasser getrunken. Man verwendet hierzu weiches Wasser und das Mischverhältnis variiert von 1:1 bis 1:5. Dieses Mischverhältnis, dass für Freund*innen von Scotch Whiskey vielleicht etwas ungewöhnlich klingen mag, ist in Japan allerdings nichts Ungewöhnliches und wird so schon seit Jahrzehnten getrunken. 

Highball: Ähnlich wie beim Mizuwari, genießen Sie hierfür den japanischen Whiskey, allerdings gemischt mit kohlensäurehaltigem Wasser. Da es in Japan Tradition ist, Alkohol zum Essen zu trinken, eignet sich der Highball perfekt dafür, das Getränk etwas aufzulockern. Beim Highball wird der Whiskey mit sehr viel Wasser getrunken. 

Oyuwari  (jap. お湯割): Wer in der kalten Jahreszeit japanischen Whiskey genießen möchte, dem empfehlen wir Oyuwari. Mischen Sie hierzu Whisky und heißes, zuvor aufgekochtes Wasser in ein hochhitzebeständiges Gefäß. Durch das Aufwärmen kommt der Duft von Whisky sehr gut zur Geltung und eignet sich perfekt für die kalten Wintermonate. 

Nun, da Sie ein bisschen über japanischen Whiskey und die Art diesen zu genießen gelesen haben, können Sie sich freudig durch die Auswahl dieser kosten. 

Japan wird nämlich auch in Zukunft eines der beliebtesten Whiskey-Länder bleiben! 

Die Kreativität und Experimentierfreude der herstellenden Firmen sind nämlich grenzenlos.  

Artikel| 03.11.2022 | WhiskeyEssen und TrinkenEssen

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